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Leimzwingen




Leimzwingen

Leimzwingen werden auch als Klemmzwingen, Holzzwingen oder Klemmsia bezeichnet und unterscheiden sich deutlich von Schraubzwingen. Es sind sehr praktische Helfer in der Werkstatt, da sie unterschiedliche Werkstücke, die zum Beispiel aus Holz oder Kunststoff bestehen können, beliebig lange und fest provisorisch zusammenpressen. Daher eignen sich Leimzwingen ideal zum Verleimen hölzerner Einzelteile.

Mithilfe eines speziellen Exzenterhebels lässt sich der Anpressdruck sogar nach Wunsch feinjustieren. Bei den meisten Modellen sind die Backen extra mit schonendem Kork belegt, um empfindliche Schmalflächen und sogar leichte Schrägen verleimen zu können. Dabei muss man allerdings etwas aufpassen, dass die dünnen Korkscheiben nicht selbst auf dem Werkstück festkleben.

Praktischer Tipp:
Mit einem kleinen Streifen Malerklebeband können die Korkplättchen vom Leim abgeschirmt werden. So bleiben die Backen weich und rutschfest, wobei Druckstellen weitestgehend vermieden werden können.

Grundsätzlich gilt, dass es sich bei einer Leim- oder Klemmzwinge um ein Spannwerkzeug zum Fixieren, Spannen und Verleimen von Werkstücken handelt.

Merke:
Die Klemmkräfte von Leimzwingen sind in aller Regel nicht so groß wie jene von Schraubzwingen.

Geschichte der Leimzwinge


Vor der „Klemmsia“ gab es bereits die „Sergeant-Klemmen“, die allerdings noch nicht über einen Exzenterhebel verfügten, und wo heute eine Stahlschiene verwendet wird, war früher noch eine Holzschiene angebracht. Es war der Hannoveraner Tischler Ernst Dünnemann, dem kurz vor dem Ersten Weltkrieg die zündende Idee zur „Klemmsia“ kam. Unmittelbar nach dem Krieg wurde diese dann patentiert und serienmäßig so produziert. Das breite internationale Publikum erfuhr aber erst auf der Hannoverschen Messe des Jahres 1953 davon.

Aufbau, Funktions- und Gebrauchsweise


Eine Leimzwinge besteht aus einer Stahlschiene und zwei hölzernen Backen, die mit Druckflächen aus Kork oder Kunststoff versehen sind, sowie einem Exzenterhebel. Dabei ist eine der Backen am Schienenende fest installiert. Die zweite Backe kann dynamisch entlang der Schiene verschoben werden, damit unterschiedlich große Werkstücke gepackt werden können. Durch eine Einschlitzung entsteht hier ein Flügel, der mithilfe des Exzenterhebels Richtung Fixbacke gedrückt wird. Die Stahlschiene stellt hierbei das Widerlager für den Klemmvorgang dar.

Da die Andruckflächen mit Kork belegt sind, können sogar lackierte oder polierte Hölzer mit Klemmzwingen gehalten werden, ohne Schaden zu nehmen. In der Tischlerei-Praxis müssen unter anderem viele geschweifte oder schräge Teile, wie sie zum Beispiel an Stuhllehnen vorkommen, verleimt werden. Auch dafür eignen sich Leimzwingen sehr gut. Gerade im Bereich Musikinstrumentenbau hat sich die Leimzwinge deshalb sehr bewährt.

Leim- oder Klemmzwingen gibt es in den Spannweiten A (200 bis 1200 mm) und B mit Spann- beziehungsweise Ausladungstiefen von 110 mm.